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Zum Ende der Seite springen Gussfehler
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Gussfehler
Bugs
Eroberer


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Kann mir jemand hier helfen was es für ein Gussfehler ist, und wie man ihn am besten vermeidet.

Grüsse Mike

Dateianhang:
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14.03.2017 19:27 Bugs ist offline E-Mail an Bugs senden Beiträge von Bugs suchen Nehmen Sie Bugs in Ihre Freundesliste auf
Universum-Schierling
Eroberer


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Sieht nach Dampf Blasen aus, aus welchem Material war die Form?
Gruß Tobias

__________________
Mein YouTube Kanal, einfach mal reinschauen.
14.03.2017 21:01 Universum-Schierling ist offline E-Mail an Universum-Schierling senden Beiträge von Universum-Schierling suchen Nehmen Sie Universum-Schierling in Ihre Freundesliste auf
Bugs
Eroberer


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Hallo Tobias,
Einbettmasse ist Phospatgebunden.
Ich google jetzt schon stundenlang und das einzige was ich gefunden hab, was ähnlich aussieht "Luftschlag".
Die andere Seite sieht gut aus.

Grüsse Mike

Dateianhang:
jpg 20170314_181220-1-1.jpg (63,06 KB, 329 mal heruntergeladen)
14.03.2017 21:17 Bugs ist offline E-Mail an Bugs senden Beiträge von Bugs suchen Nehmen Sie Bugs in Ihre Freundesliste auf
Dave   Zeige Dave auf Karte
Eroberer


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Ich kenne das Thema Gussfehler eher nur theoretisch, aber es sieht für mich nach einem Wärmeproblem aus. Sprich, an der Seite mit dünnerem Material erkaltet es zu schnell, denn die Wärme bleibt länger an Stellen mit überdurchschnittlich viel Volumen und kann an solchen Stellen die Form besser ausfüllen bevor es erstarrt. Und wenn es schnell zäh wird können solche Gasblasen entstehen.

Gruß, Davis

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Gruß, Davis

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Wenn die Klügeren immer nachgeben, passiert nur das was die Dummen wollen fröhlich

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Dave: 15.03.2017 09:13.

15.03.2017 09:13 Dave ist offline Beiträge von Dave suchen Nehmen Sie Dave in Ihre Freundesliste auf
Buggyfahrer
Eroberer


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Das sind Lunker. Die entstehen, da beim erkalten des Materials kein Material an diese Stelle fließen kann. Du brauchst mehr Material im Gußbaum, z.B. Einen verlorenen Kopf. Die dickste Stelle beim Guss sollte im Gusskanal sein (!), damit das Material hier zuletzt erkaltet. Dann liegt der Lunker im Gusskanal, sonst im Gussobjekt.

Wenn Du zu wenig Druck beim Guss hattest, können auch Abzugskanäle für die Luft helfen. Ist aber vom Gussverfahren abhängig. Gut ist Vakkum-Druckluft oder Schleudern. Nur das Material in die Form kippen geht nicht, da die Luft in der Form nicht raus kann. Das geht nur bei sehr großen Werkstücken oder ganz einfache Gussobjekten, wo keine Details sind.

Je nach Material, Gussverfahren, dem Objekt, und wie es in der Einbettmasse räumlich liegt (nicht in der Mitte, sonst gibt es Lunker) muss man die Temperatur der Einbettmasse und des Matalls beim Guss etwas variieren. Zu heiß ist auch nicht gut, aber besser als zu kalt. Dadurch und durch die Mischung der Einbettmasse kann man die Größe des Gussobjektes steuern. Man kann also die thermische Kontraktion ausgleichen, zumindest minimieren. Bei großen Objekten hat man aber immer eine gewisse Verformung, da das Objekt nicht gleichmäßig abkühlt, es sei denn man hat sehr große Formen.
15.03.2017 13:16 Buggyfahrer ist offline E-Mail an Buggyfahrer senden Beiträge von Buggyfahrer suchen Nehmen Sie Buggyfahrer in Ihre Freundesliste auf
Bugs
Eroberer


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Danke für die Antworten.
Es treffen doch viele Sachen zu, ich hab vor lauter Ungeduld die Küvette im Eimer abgekühlt und die Teile wurden gerade so ausgefüllt, also der Guss Stamm war fast vollständig leer.

Buggyfahrer, hast Du evtl. noch eine Temperatur für die Küvette was ideal zum Giessen wäre?

Grüsse Mike
15.03.2017 20:25 Bugs ist offline E-Mail an Bugs senden Beiträge von Bugs suchen Nehmen Sie Bugs in Ihre Freundesliste auf
Buggyfahrer
Eroberer


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Also an der Muffeltemperatur lag es nicht, auch nicht an der Gusstemperatur, denn es ist ausgeflossen. Ich denke auch, dass kein absoluter Präzisionsguss gefordert ist. Bei Phosphateinbettmassen hab ich mal 950 Grad bei Nichtedelmetall und 850 Grad bei Edelmetall gelesen. Das könnten in etwa 200 Grad unter der Gusstemperatur der Legierung sein.
Wenn Du Messing vergießen willst, ließ mal nach was da an Dämpfen entstehen kann. Auch die Phosphateinbettmassen stinken wahrscheinlich ganz gut, gipsgebundene sind da besser, aber mechanisch weniger stabil. Zu lange darf das Metall vor dem Guss auch nicht geschmolzen sein, da sich die Legierung sonst ändert.

Schreib mal was dur für eine Legierung nimmst, wie und womit du die Muffel warm machst und wie du Gießen willst, und vor allem welche Dimensionen.

Bei kleinen Werkstücken kannst Du vielleicht auch mal nett bei einem Zahntechniker oder Goldschmied nachfragen, ob der Dir das Gießen kann. Da gibt es viele Kleinigkeiten zu beachten, z.B. Beim einbetten die Einbettmasse im Vakuummischer anmischen, wie das Gussobjekt sein soll (Wachs oder Kunststoff, verbrennt deiner Rückstandslos?), wie wird die Muffel aufgeheizt (Zeit/Temperaturkurve) und so weiter. Auch wenn Deine Werkstücke zu groß sein sollten, sehen die gleich ob du bei der Lage des Gussobjektes in der Muffel Fehler machst, und mal zusehen wie die Gießen ist auch hilfreich.
17.03.2017 17:00 Buggyfahrer ist offline E-Mail an Buggyfahrer senden Beiträge von Buggyfahrer suchen Nehmen Sie Buggyfahrer in Ihre Freundesliste auf
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Was es genau für eine Legierung ist kann ich Dir nicht sagen, stammt von einer Wasseruhr.
Muffel Temperatur waren 900° und Schleuderguss.
Gegossen wird im Zahntechniklabor nur hat leider keiner Erfahrung mit Messing giessen, in Gold oder cocromo wäre es schon fertig Augenzwinkern

Grüsse Mike
17.03.2017 21:42 Bugs ist offline E-Mail an Bugs senden Beiträge von Bugs suchen Nehmen Sie Bugs in Ihre Freundesliste auf
Buggyfahrer
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Das klingt von den Voraussetzungen doch super. Wenn ich mir Dein Gussobjektes so anschaue, wird es wohl später aus 2 Hälften bestehen. Da kannst Du Dir gleich überlegen, wie die Teile ineinandergreifen sollen, und so Gießen. Am besten erst die erste Hälfte komplett ausarbeiten, und dann die zweite Hälfte dagegen modellieren. Eine kleine Nut oder Zapfen wären bestimmt gut, oder Löcher für die Schrauben.

Mit Messing hab ich auch keine Erfahrung. Meiner Meinung nach lag es bei Dir an der Gussvorbereitung, also Lage in der Muffel und Dimensionierung der Gusskanäle. Schleudern ist schon gut, da drückt es das Metall sicher in die letzten Ecken, aber erstarren und dadurch schrumpfen tut es leider trotzdem. Und da brauchst du dickere Gusskanäle, damit hier noch flüssiges Metall ist was ins Objekt nachfließen kann.
18.03.2017 09:35 Buggyfahrer ist offline E-Mail an Buggyfahrer senden Beiträge von Buggyfahrer suchen Nehmen Sie Buggyfahrer in Ihre Freundesliste auf
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Etwas weniger Temperatur und mehr Material und es hat funktioniert, danke euch.
Grüsse Mike

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20.03.2017 17:37 Bugs ist offline E-Mail an Bugs senden Beiträge von Bugs suchen Nehmen Sie Bugs in Ihre Freundesliste auf
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