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Geschrieben von Blaubär am 07.02.2020 um 20:43:

 

Hallo Tom,
Die Ausfräsung kann doch einfach von oben gefräst werden.
Die Kugeln können nicht weg ,weil sie von der Welle gehalten werden

Gruß Christian



Geschrieben von tömchen am 11.02.2020 um 08:57:

 

Hallo Christian,

ganz genau weiß ich nicht was Du meinst...

Ich vermute mal folgendes: Statt der halbkugelförmigen Vertiefungen täten es ja auch zylindrische, die ich von der Stirnseite aus einbohren kann.
Und klar, die Kugeln werden durch die Bohrungen in der Welle in Position gehalten. Das Zahnrad, in das die Kugeln eingreifen, muß nur dafür sorgen, daß sie nicht zu weit aus den Bohrungen rauskönnen.
Zuerst sahen meine Zahnräder im CAD auch so aus, siehe Bild (hab ich weiter oben schon mal gebracht).
Aber dann habe ich mich für die halbkugelförmigen Vertiefungen entschieden, weil dann links und rechts der Vertiefungen ein durchgehender Bund stehenbleibt, auf dem sich das Rad sauber auf der Welle drehen kann, wenn es gerade nicht im Eingriff ist.
Ist vielleicht akademisch und nicht wirklich nötig.

Gerade, wo ich das hier schreibe, fällt mir leider doch auch ein negativer Effekt auf: Bei Eingriff der Kugeln könnte durch Toleranzen das Rad seitlich verschoben werden, und seine Nachbarn einklemmen, die eigentlich ganz leicht und kraftlos auf der Welle laufen sollten. Hmmmm...

Es ist ohnehin so, daß ich vielleicht zwei der Zahnräder neu machen muß. Das Ausreiben mit einer 12h7 Reibahle lief nicht so gut, hat total gerattert und grausame Marken hinterlassen, sieht fast wie ein Innenzahnkranz aus verwirrt Ich weiß nicht woran es lag. Entweder die Vorbohrung war zu klein (ich hatte nur einen 11,0 Bohrer) oder die Reibahle ist schlecht. Erst beim dritten bin ich dann auf Ausdrehen übergegangen.



Geschrieben von Blaubär am 11.02.2020 um 10:43:

 

Hallo Tom,
ich habe ganz durchgefräst.
Die Zahnräder können sich minimal seitlich verschieben,es wird durch Messing Scheiben / Ringe verhindert.
Mein Ziehkeilgetriebe ist nicht mehr im Einsatz weil das Gang einlegen nicht zuverlässig funktioniert hat.
Von Hand konnte ich die 3 Gänge sauber durch schalten.
Das Servo hatte nicht genug Gefühl.
Es ist aber gut möglich, daß das Servo zu schwach / klein war.

Gruß Christian



Geschrieben von tömchen am 14.02.2020 um 22:53:

 

Großer Moment heute.

Zum ersten Mal dreht sich alles von der Eingangswelle bis zu den Achsabtrieben.

Das Ziehkeilgetriebe hakelt ziemlich, wenn man es von Hand dreht, aber mit etwas Eingangsdrehzahl fällt das nicht mehr unangenehm auf. Kann aber sein, daß es beim ganz langsamen Rangieren mit geringster Motordrehzahl wieder kommt. Es ist aber auch noch kein Hauch Fett dran - Fett könnte die Kugeln daran hindern, in jede Vertiefung der Zahnräder hüpfen zu wollen.

Das Montieren der Ziehkeil-Welle mit davonkullernden Kugeln erzeugt schon den einen oder anderen Fluch Teufel

@Christian: Guck mal, ich habe die Zahnräder doch stirnseitig eingefräst! Du hast recht, es ist einfacher und reicht auch. Ooooder kommt das Hakeln dadurch? Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, baue ich eines oder alle drei Zahnräder neu, mit halbkugelförmigen Vertiefungen.

Die Bilder sind alle nur vom Ziehkeil-Getriebe, und eine Kamera mit ordentlichen Makro-Eigenschaften müßte ich auch mal besorgen... das letzte ist dann die "Antriebswelle" mit den drei fest verbundenen Zahnrädern.

Übrigens, ich verbinde mittlerweile ALLES mit Loctite 648: Die Zahnräder auf der Welle, die Schaltgabeln auf den Stangen, den Knubbel des Ziehkeils auf der Stange... bin mal gespannt ob es da Ausfälle gibt.

Ein kleines Video gibts auch.

Viele Grüße
Tom.



Geschrieben von Blaubär am 15.02.2020 um 11:20:

 

Hallo Tom,
Prima, daß es läuft.
Ich habe versucht im Ziehkeil eine umlaufende Nut zu machen, damit die Kugeln den knubbel nicht wegdrücken, bzw damit er leichter in Position bleibt.
Meine Zahnräder haben nur 2 Taschen, damit mehr Fleisch überbleibt.

Gruß Christian



Geschrieben von manufa mog am 16.02.2020 um 16:20:

 

Hallo Tom,

das sieht ja wunderbar aus, sogar die Vorderachse lässt sich abschalten, ich freue mich darauf das Teil in Ede zu sehen...

Gruß, Udo



Geschrieben von tömchen am 28.02.2020 um 22:39:

  Noch n paar Bilder...

Hab jetzt mal das "manuell fokussieren" bei meiner Kamera entdeckt und nochmal ein paar Impressionen zu bieten...

Außerdem ist noch die "interne" Anlenkung des Ziehkeils dazugekommen. Ein etwas klobiges Frästeil, das gegen die gedruckten Schaltgabeln optisch abstinkt - aber ein gedrucktes Teil ist auch schon unterwegs Augenzwinkern

Für die Kunststoff-Kugelkopfpfannen wollte ich eigentlich M3-Inbusköpfe zu Kugeln abdrehen, aber jetzt habe ich dünnen Gummischlauch auf den Schaft der M3-Schrauben gestülpt, das ist spielarm und doch leicht beweglich und gedämpft und wird wohl so bleiben.



Geschrieben von tömchen am 09.03.2020 um 10:11:

 

Ich habe beim Ziehkeilgetriebe komische Probleme, von denen ich bei anderen Ziehkeilgetrieben noch nie gehört hatte.

Und dabei wurde das Getriebe bis jetzt immer nur ohne Belastung geschalten, bzw. höchstens mit der gesamten Hinterachse, die natürlich schon eine gewisse träge Schwungmasse darstellt.

Die Kugeln der jeweils "unbeteiligten" Räder drücken oder schlagen Krater in den Ziehdorn. Da dieser Teil des Ziehdorns, die dünne Stange, ja in einer engen Bohrung geführt wird, klemmt das jetzt. Habs gerade nochmal auseinanderbekommen.

Am eigentlichen Knubbel, der die Kugeln des momentan in Eingriff befindlichen Zahnrads rausdrückt, gibt es auch ein paar kleine Druckstellen, aber das geht eigentlich.

Die Vertiefungen in den Zahnrädern zeigen an den Rändern der Vertiefungen auch Marken, die die Kugeln hineindrücken. Die Marken bedeuten natürlich auch Materialaufwerfung, da klemmt das dann auch etwas. Hier habe ich schon einmal beigeschliffen, dann gings wieder gut. Ich bin zuversichtlich, daß ich hier auch so weit beischleifen kann, daß die Ränder der Vertiefungen nicht mehr scharfkantig und somit nicht mehr empfindlich auf Verformung durch die Kugeln sind.
Die Welle mit den Löchern für die Kugeln wird auch nochmal poliert und dann passt es schon wieder.

Aber das mit der Ziehdorn-Stange macht mir Sorgen.
Ich kann es mir nur so erklären, daß die Kugeln bei hoher Drehzahl durch die Fliehkraft nach außen wollen, aber von dem umlaufenden Zahnrad mit seinem Wechsel von Vertiefung und Steg immer wieder "hineingeschossen" werden, und so diese Pittings regelrecht in die Stange hämmern.
Platz wäre nämlich genug, die Kugeln verschwinden sauber in der Welle.
Eventuell habe ich für diese Stange ein furchtbar weiches Material erwischt.

Könnt Ihr Euch einen Reim drauf machen?
Irgendjemand anwesend, der an Mopeds mit Ziehkeilgetriebe rumschraubt? Z.B. Simson

Viele Grüße
Tom.



Geschrieben von Offroad Hawk am 09.03.2020 um 12:50:

 

Hi Tom,

Ich habe die Bilder mal eben meinem Fräs Spezi weitergeleitet, mal sehen was er dazu sagt..



Geschrieben von Offroad Hawk am 09.03.2020 um 13:22:

 

Also folgendes hat er geschrieben;

Kein Wunder das es so aussieht. Die Kugeln sind immer sehr hart. Die machen alles zunichte. Die anderen Teile müssen einsatzgehärtet sein und am besten geschliffen, damit die Oberfläche sehr glatt ist und möglichst wenig Reibung erzeugt...



Geschrieben von Blaubär am 09.03.2020 um 18:43:

 

Ich habe für die Welle Federstahl genommen.
Der Mitnehmer sollte mit "fügen Welle/Nabe" halten.

Gruß,Christian



Geschrieben von tömchen am 10.03.2020 um 09:13:

 

Danke für die Einschätzungen.

Puh, es geht also in die Materialwissenschaft und hochgenaue Bearbeitung.

Bisher war ich immer erstaunt, wie gut alle meine Getriebe und Kardangelenke halten. In den Achsen zum Beispiel stecken Messing-Kegelräder, die Halbwellen zu den Portalgetrieben sind lediglich 5mm-Achsen, auf die 4mm-Vierkante draufgefräst sind...
Hatte ich wohl bisher immer Glück.

Einsatzhärten, härten, nitrieren... da muß man dann genau sehen, welches Material man nimmt... zum Härten selbst gehört vermutlich Übung und Erfahrung... damit man nicht irgendwas glashartes, krummgezogenes produziert...

Naja.

Ich werde mal neue Zahnräder für die Keilwelle bestellen. Bei Mädler ist es Automatenstahl, gemeinhin nicht härtbar, bei Nozag ist es ETG100. Und Modul 0,7 mit meinen gewünschten Zähnezahlen ist im Programm fröhlich

Die Welle selbst mache ich wohl auch nochmal neu aus C45 oder Silberstahl. Sie wurde eigentlich erst durch die Verformungen an den Zahnrädern malträtiert, wenn diese aber nicht mehr auftreten...

Den Ziehdorn hatte ich sowieso schon aus einer 3er Welle und dem Knubbel extra zusammengesetzt, das ganze so lang und dünn aus dem vollen drehen schien mir nicht möglich. Gefügt mit Loctite 648, wie mittlerweile fast alles Freude
Ich habe jetzt auch mal gehärtete Passtifte 3,0m6 mit Länge 50mm bestellt, mal schauen ob sie die auch herkriegen. Da müßte ich mit Hartlöten dann noch das Gewinde vorne anfügen...
Federstahl ist auch eine Idee.

Bleibt spannend.

Gestern habe ich trotzdem mal das Getriebe mit frisch zurechtgeschliffen/ausgebesserten Teilen wieder zusammegesetzt und die Vorderachse eingebaut, weil ich endlich mal die Übersetzungen und die Geschwindigkeiten am Fahrzeug "fühlen" wollte. Macht sich ganz gut - er kann jetzt wirklich unendlich langsam kriechen. Im höchsten Gang aus dem Stand losfahren geht auch noch und ich habe das Gefühl, man kommt mit Laufen nicht mehr hinterher Cool Das konnte ich im Haus natürlich nicht so richtig testen.

Bin gespannt, wann wieder die ersten Klemmereien beim Getriebe kommen.



Geschrieben von Offroad Hawk am 10.03.2020 um 11:49:

 

Wenn es dir hilft, er nimmt für sowas 16MnCr5 und dann einsatzgehärtet 65 HRC

Er könnte dir die Teile auch machen, aber das wird sicher nicht billig denke ich...

Wenn du sonst mal ein schwieriges Teil brauchst, du weisst ja, Stichwort 5-Achsen Fräse Augenzwinkern


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